Inhalt: BARF - Rohfütterung für Hunde

 

Hund

Eine immer populärer werdende Fütterungsart ist BARF.

Dabei wird der Hund mit rohem Fleisch und Knochen ernährt.
Um den Speiseplan abzurunden gibt es dazu geringe Mengen an Gemüse, manche Barfer füttern auch Getreide dazu.
Daneben können dem Futter viele verschiedene Dinge beigefügt werden, die ebenfalls die Mahlzeiten abrunden und ausgewogen machen sollen.
Die Beigabe von Zusätzen aller Art nennt man Supplementierung.

Die Rohfütterung muss als die artgerechteste Ernährung von Hunden bezeichnet werden. Sie entspricht der Ernährung seiner Vorfahren in freier Natur am ehesten.

Viele Hundehalter scheuen sich ihren Hund roh zu ernähren. Zum einen besteht die Angst, dass man den Hund nicht ausgewogen ernähren könnte und er Mangelerscheinungen zeigen oder gar krank werden könnte, zum anderen ekeln sich viele Menschen vor den rohen Fleisch- oder Knochenmahlzeiten.

 

Viele Barfer werden Ihnen aus eigener Erfahrung berichten können, dass der Ekel nachlässt. Zudem gibt es inzwischen so viele Möglichkeiten seinen Hund zu barfen ohne die eigene Küche zum Schlachthaus umzufunktionieren. Immer mehr Futterläden biete eine eigene Abteilung mit Frostfleisch und allen was dazu gehört. Hier kann bequem gefrorenes Fleisch gekauft werden, teils schon fertig gemischte Mahlzeiten, die einfach nur noch aufgetaut und verfüttert werden müssen.

Die Angst, der Hund könnte Mangelerscheinungen erleiden, sollte nicht vorherrschend sein. Natürlich sollte sich der Hundehalter mit dem Thema Rohfütterung auseinandersetzen und dem Hund nicht einfach einen Brocken rohes Fleisch mit Knochen vorwerfen, aber dies ist weniger kompliziert als es auf den ersten Blick erscheint.
Wie sieht denn Ihr eigener Ernährungsplan aus? Achten sie durchgehend darauf bestimmte Nahrungsmittel in bestimmten Mengen zu sich zu nehmen damit sie mit allem versorgt sind?
Das tut wohl kaum ein Mensch! Sie werden darauf achten, sich ausgewogen zu ernähren, Abwechslung auf dem Speisesplan zu haben, aber nicht akribisch abwiegen wie viel sie von was benötigen.
Als Faustregel gilt beim Barfen, dass der Hund in einem Zeitraum von 4 Wochen sich durch ein komplettes Beutetier gegessen haben sollte. Damit ist nicht die Menge gemeint, sondern die einzelnen Bestandteile des Tieres: Fleisch, Knochen, Knorpel, Innereien.
Das klingt doch schon nicht mehr so kompliziert und ist durchaus machbar innerhalb von einem Monat, oder?

Es gibt viele Vorurteile gegen die Rohfütterung, leider halten sich diese hartnäckig, obwohl diesen Thesen schlicht falsch sind.
Ein sehr beliebtes Argument gegen das Barfen ist, ein Hund würde von rohem Fleisch aggressiv werden. Dem kann nur entgegen gebracht werden, dass dies nicht der Wahrheit entspricht. Es kann kein logischer Zusammenhang genannt werden, warum das so sein sollte. Millionen Hundehalter, die ihren Hund roh ernähren und trotzdem keine Bestie an der Leine spazieren führen, stehen hier dagegen.
Bedenklich soll die Rohfütterung auch wegen angeblicher Parasiten und Erreger im Fleisch sein. Natürlich sind bei der Verarbeitung von rohem Fleisch auch für Hunde die gängigen hygienischen Regeln einzuhalten. Verunreinigungen im Fleisch können vorkommen, jedoch steckt der Hund diese besser als wir Menschen weg, oft auch unbemerkt.

Hund

Die vielen Vorteile des Barfens können ihnen von vielen Hundehaltern, die ihren Hund roh ernähren bestätigt werden.
Hunde, die roh ernährt werden haben häufig ein auffallend schönes und glänzendes Fell. Hundegeruch oder Mundgeruch sind wesentlich geringer. Sie erscheinen sehr vital und aufgeweckt, zugleich aber ausgeglichener. Ihr Immunsystem ist gestärkt, Zahnstein tritt bei gebarften Hunden wesentlich seltener auf, auch Übergewicht kommt weniger häufig vor. Ein weiterer, sehr großer Vorteil der Rohfütterung besteht darin, dass der Hundehalter genau weiß was er verfüttert.
So können die individuellen Bedürfnisse jeden Hundes berücksichtigt werden, bestimmten Krankheiten kann mit der entsprechenden Rohfütterung entgegengewirkt werden, bei Unverträglichkeiten von Futterbestandteilen können genau die auslösenden Nahrungsmittel problemlos weggelassen werden.
Wir wissen zwar auch hier nicht genau wie die Futterbestandteile verarbeitet werden, sicherlich enthalten diese aber weitaus weniger ungesunde Bestandteile wie Farb- und Konservierungsstoffe oder sonstige Zusatzstoffe, wie eine fertige Nahrung.

Natürlich können und müssen nicht alle diese genannten Aspekte auf jeden Hund zutreffen, mit Sicherheit wird aber jeder an seinem Hund eine gewisse positive Veränderung feststellen, sobald der Hund einige Zeit roh gefüttert wird und die Umgewöhnung stattgefunden hat.

Auch die Kosten sprechen bei der Rohfütterung für sich. Ein roh ernährter Hund kostet in der Regel weniger als ein Hund der mit hochwertigem Fertigfutter ernährt wird.
Es gibt hier natürlich viel Spielraum bei den Kosten, denn die unterschiedlichen Fleischsorten sind preislich sehr unterschiedlich. Auch kommt es darauf an ob Fleisch aus dem Tierhandel oder aus dem Supermarkt verfüttert wird, ob das Fleisch Bio-Qualität aufweist oder aus konventioneller Haltung stammt. Es ist aber in jedem Fall möglich seinen Hund roh zu ernähren und dabei günstiger zu fahren als mit Fertigfutter. Und dabei weiß man noch sehr genau, was im Napf des Hundes landet.

Die Vorratshaltung beim Barfen ist ein wichtiger Aspekt. Noch vor einigen Jahren war es unbedingt erforderlich eine möglichst große Gefrierkapazität zu haben, weil die Beschaffung von Fleisch und Knochen für den Hund nicht ganz einfach war und besser Vorrat angelegt wurde.
Für Hundehalter, die darauf angewiesen sind über Internetshops das Fleisch zu bestellen, ist eine ausreichende Gefriermöglichkeit immer noch von Vorteil. Denn der Versand des Frostfleisches ist nicht ganz günstig, für 5kg Fleisch werden oft dieselben Versandkosten berechnet wie für 20 kg Fleisch. Deshalb sollte die größt mögliche Menge bestellt werden um die Versandkosten ganz auszunutzen. Dann fallen diese weniger ins Gewicht.
Einfacher haben es dagegen die Hundehalter, die in ihrer Nähe einen Tierladen haben, der Frostfleisch anbietet. Diese müssen nicht unbedingt so viel Stauraum für das Gefriergut einrechnen, weil sie einfach regelmäßig kleinere Mengen einkaufen können.
Wie bereits erwähnt gibt es immer mehr Tierfutterläden, die Frostfleisch für Tiere anbieten. Neben den großen Ketten gibt es hier auch viele kleinere Läden, die Fleisch im Sortiment haben.
Eine weitere Möglichkeit sich Fleisch zu beschaffen ist direkt vom Erzeuger. Wer einen Schlachthof oder eine bestimmte Tierzucht, wie z.B. einen Geflügelhof, in der Nähe hat, wird dort bestimmt fündig. Schwieriger wird es wenn man auf die Metzger und Fleischer vor Ort angewiesen ist. Aufgrund ständig schärferer gesetzlicher Bestimmungen schlachten nur noch wenige selbst.
Ein guter Tipp um günstig an gutes Fleisch zu kommen, sind große Supermärkte am Samstag oder vor Feiertagen wenige Stunden vor Ladenschluss. In deren Sortiment finden sich häufig Produkte wie Innereien, Geflügelherzen oder –mägen, die dann reduziert angeboten werden bevor sie nach Ladenschluss im Müll landen. Aber auch ganz herkömmliche Fleischsorten wie Pute oder Huhn finden sich hier, da sie wegen ihrer ohnehin schon begrenzten Haltbarkeit nach dem Wochenende oder den Feiertagen nicht mehr verkauft werden können.

Wenn Sie sich nun entschieden haben sich mit dem Thema BARF näher zu beschäftigen und ihren Hund künftig mit Rohfütterung zu ernähren, dann gibt es zwei ganz tolle Bücher, die alles beinhalten was ein Barfer und solche die es werden möchten, wissen müssen.

 

BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde

Swanie Simon beschreibt in Ihrer Broschüre die Grundlagen der rohen Fütterung.

B.A.R.F.

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Kleiner Ratgeber zur artgerechten Ernährung des Hundes mit B.A.R.F. Mit Tabellen, Ernährungspläne, Literatur- und Linktipps. Inhalt: - Vorwort - Zur Ernährung des Hundes - Praktische Fütterung mit BARF - Fasten - Ernährungspläne - Futtermittelliste - Fleisch und Knochen - Gemüse und Obst - Getreide - Milchprodukte - Öle und Fette - Kräuter - Sonstige Futtermittel - Wasser - Nahrungsergänzung - muss das sein? - Vitamine - Mineralien - Umstellen auf BARF - Entgiftung? - Parasiten - Noch offene Fragen - Für die Taschenrechner-Fütterer - Bezugsquellen - Weitere Infos zu B.A.R.F. – Literaturempfehlungen © 1998-2001 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

Verlag: Drei Hunde Nacht; Auflage: 2. (16. April 2008)

ISBN-10: 3939522007
ISBN-13: 978-3939522003

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Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde

B.A.R.F.

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Books on Demand; Auflage: 1 (Juni 2005)

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ISBN-13: 978-3833430633

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