Inhalt: Borreliose

 

Hund

Was ist eine Borreliose?

Borreliose ist eine Infektionskrankheit die durch Zecken übertragen werden kann.
Die Borreliose ist auch unter "Lyme-Borreliose" oder "Lyme-Krankheit" bekannt. Die Erreger der Borreliose sind Bakterien, die sog. Borrelien.
Diese leben im Magen-Darm-Trakt der Zecke und gelangen während der Blutmahlzeit der Zecke in den Körper des Hundes.

 

Wie erkennt man eine Infektion mit Borrelien?

Oft verläuft die Borreliose beim Hund unbemerkt, es können jedoch Symptome wie Fieber, Lähmungserscheinungen, Schwellungen an den Lymphknoten und Nieren- sowie Herzerkrankungen auftreten. Dies geschieht sehr selten.
Die ersten Symptome können auch erst Monate nach dem Biss der infizierten Zecke auftreten.

Je früher eine Borreliose erkannt wird, desto besser kann einem schweren Verlauf der Krankheit entgegen gewirkt werden
Leider sind aber die Anzeichen einer Borrelieninfektion sehr unspezifisch, was das frühzeitige Erkennen der Krankheit oftmals erschwert.

Erstes Anzeichen für eine Infektion ist meistens eine Hautrötung an der ursprünglichen Einstichstelle.
Erst später können Muskel- und Gelenkschmerzen hinzukommen, verschiedene Entzündungsreaktionen und Fieber können auftreten.

 

 

Was ist zu tun wenn der Verdacht auf eine Borreliose besteht?

Im Zweifel sollten Sie immer Ihren Tierarzt um Rat fragen!
Hat Ihr Hund Beschwerden, die eine Borrelioseinfektion zur Ursache haben könnten, wird der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen. Das Blut kann dann auf Antikörper untersucht werden und das Ergebnis gibt Aufschluss darüber ob eine Infektion mit Borrelien vorliegt oder nicht.
Ob dieser positive Befund die Ursache der Beschwerden ist, kann allerdings nicht mit Sicherheit gesagt werden, das Ergebnis bedeutet lediglich, dass der Hund schon einmal Kontakt mit Borrelien hatte. Leider gibt es keinen konkreten Test der eine akute Borreliose belegt.
Einzig durch einen negativen Befund kann eine Borreliose sicher ausgeschlossen werden, denn dann hatte das Tier noch nie Kontakt mit Borrelien und die Symptome müssen eine andere Ursache haben.

 

Wie wird eine Borreliose behandelt?

Die Behandlung der Borreliose erfolgt mit Antibiotika. Meist tritt damit schnell eine Verbesserung ein. Borrelien sind sehr resistente Bakterien. Deshalb empfiehlt es sich in Abständen von einigen Monaten mehrmals für bis zu 30 Tage Antibiotika zu verabreichen.
Sollten die Symptome wie z.B. Gelenkschmerzen durch Entzündungen den Hund sehr beeinträchtigen, können zusätzliche Schmerzmittel gegeben werden, die gelichzeitig eine entzündungshemmende Wirkung haben.

Rechtzeitig behandelt, wir eine Borreliose in der Regel keine weitergehenden Beschwerden verursachen. Sollte die Infektion chronisch verlaufen, kann es immer wieder zu Schüben kommen, diese können mehrere Monate auseinander liegen.

 

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Beste Maßnahme ist ein guter Schutz gegen Zecken. Je weniger Zecken sich an Ihrem Hund festbeißen können, desto geringer ist das Risiko, dass er sich mit Krankheiten infiziert.
Sollte es trotzdem zu Zeckenbissen kommen, ist eine schnelle und sichere Entfernung der Zecke die wichtigste Maßnahme. Viele Krankheiten können erst einige Stunden nach dem Festbeißen der Zecke in den Körper des Wirts übertragen werden. Je schneller also eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion.
Sie sollten Ihren Hund in der Zeckenzeit von etwa März bis Oktober (je nach Wetterlage) täglich - am besten nach jedem Spaziergang - auf Zecken untersuchen.

 

Gibt es eine Impfung gegen Borreliose?

Für Hunde ist eine Schutzimpfung gegen Borreliose auf dem Markt.
Da eine Borrelien-Infektion beim Hund aber extrem selten ist, viel seltener als beim Menschen, und die Impfstoffe noch nicht genug ausgereift sind, raten viele Experten von einer Impfung ab.
So muss z.B. sichergestellt sein, dass der Hund noch keinen Kontakt mit Borrelien hatte. Erfolgt trotz einer Borrelieninfektion die Impfung, kann dies schwere, sogar lebensbedrohliche, Nierenerkrankungen nach sich ziehen.
Leider ist die Blutuntersuchung auf Borrelien nicht immer zu 100% verlässlich.