Inhalt: Flöhe

 

Floh

Ein Befall mit Flöhen kommt beim Hund recht häufig vor.
Der Hundefloh "Ctenocephalides canis" ist tritt häufiger in ländlichen Gebieten auf, Hunde, die in der Stadt wohnen sind häufiger vom Katzenfloh "Ctenocephalides feli" befallen. Für den Hund sind beide der Floharten äußerst lästig, führen zu starken Juckreiz und manchmal auch zu Allergien und Entzündungen der Haut.

Während der Hundefloh nur äußerst selten den Menschen befällt, kommt dies beim Katzenfloh häufiger vor. Zwar nistet sich der Floh nicht auf dem Menschen ein, denn mangels Fell könne sie sich auf dem Menschen nicht verstecken und fühlen sich somit nicht wohl.

Wie auch Zecken, ernähren sich Flöhe vom Blut ihres Wirts.
Ein Floh saugt sich allerdings nicht fest, sondern nimmt seine Blutmahlzeit durch einzelne Bisse.

Flöhe vermehren sich sehr schnell, pro Tag kann ein Floh bis zu 50 Eier legen.

Da Flöhe mit bis zu 3mm Körpergröße sehr klein sind und nicht unbedingt bei jedem Hund starken Juckreiz auslösen, wird der Flohbefall vom Besitzer häufig erst recht spät erkannt.

Das Bild auf der rechten Seite zeigt einen ausgewachsenen Floh unter starker Vergrößerung.

 

Eine Besonderheit bei Flöhen ist, dass sie nicht durchgehend auf ihrem Wirt verbleiben, sondern auch die Umgebung kontaminieren.
Textilien aller Art sind hier sehr beliebt. Da Flöhe sich stark vermehren und sehr weit springen können, geht die Verbreitung in der Wohnumgebung meistens sehr rasant vor sich. Zudem ist unsere Wohnumgebung aufgrund ihrer Temperatur und Luftfeuchtigkeit optimal für die Entwicklung der Floheier und Flohlarven.
Deshalb ist es wichtig, auch die Umgebung zu behandeln wenn ein Hund Flöhe hat, da sonst die Infektion nicht vollkommen beseitigt wird.

Flöhe werden von Tier zu Tier übertagen oder aus der Umgebung mitgebracht.
Von einem befallenen Hund fallen immer wieder Eier und Larven herunter, die dann vom nächsten Wirt aufgenommen werden. Ein Irrglaube ist, dass Flöhe eigenständig von Tier zu Tier hüpfen. In der Regel verbleiben erwachsene Flöhe auf ihrem Wirt und die Ansteckung erfolgt nur über Eier und Larven, die beim Schütteln des Wirts o.ä. von ihm herunterfallen. Hat ein Hund Flöhe, so ist eine systematische Behandlung wichtig um die Lage schnell in den Griff zu bekommen.

Im Handel sind zahlreiche Präparate gegen Flöhe vorhanden.
Es gibt Flohhalsbänder, spezielle Shampoos, Puder, die ins Fell einmassiert werden oder auch die bekannten Spot on Präparate. Flohhalsbänder und Spot on Präparate stellen auch eine vorbeugende Maßnahme dar.
Welches Mittel angewandt wird, muss jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden. Bei sehr starkem Flohbefall ist ein Tierarztbesuch jedoch unumgänglich.

Auch die Umgebung muss gereinigt werden. Alle Textilien sollten bei möglichst hoher Temperatur gewaschen werden und wenn möglich im Wäschetrockner getrocknet werden.
Hundekörbchen und nicht textile Gegenstände mit denen der Hund in Berührung kommt, sollten abgesaugt und feucht abgewischt werden. Zusätzlich kann ein Umgebungsspray eingesetzt werden um Flöhe in der Wohnung sicher zu töten.

Es gibt auch einige Hausmittel, die gegen Flöhe helfen sollen.
Dazu zählen Essig, Zedernholz, Knoblauch, Niemöl, Lavendel- und Teebaumöl, die entweder einzeln oder in einer bestimmten Mischung kombiniert angewandt werden.
Bevor ein Hausmittel getestet wird, sollte sorgfältig das Risiko abgewogen werden, denn Flöhe sind nicht nur lästig sondern können auch Krankheiten übertragen. Darunter sind auch lebensbedrohliche Krankheiten. Eine Behandlung sollte also so erfolgen, dass sie mit Sicherheit schnell wirksam ist.

Folgende Krankheiten können durch Flöhe übertragen / ausgelöst werden:

  • Borreliose
  • Würmer (Bandwurm)
  • Fleckfieber
  • Hautentzündungen (auch allergisch bedingt, „Flohspeichelallergie“)
  • Da Flöhe auch Würmer übertragen können, sollte nach einem Flohbefall auch eine Entwurmung durchgeführt werden.