Wachhund

 

Labrador

In der heutigen Zeit werden Hunde nur noch wenig als Wachhund zum Schutz des Grundstücks gegen Einbrecher gehalten. Wie alle Arten von Gebrauchshunden, finden diese heute nur noch selten Anwendung.

Ein Wachhund ist ein speziell ausgebildeter Hund, dem die Aufgabe übertragen wird, ein Grundstück vor allem vor Einbrechern zu schützen. Der Hund soll dabei ganz selbstständig agieren, ohne direkte Kommandos der Besitzer. Wie der Hund auf fremde Menschen reagiert, hängt vom antrainierten Verhalten ab. Ob Bellen, aktives Verteidigen oder direkter Angriff gegen den Eindringling, kann alles antrainiert werden.

Die unterschiedlichen Hunderassen sind natürlich auch unterschiedlich gut geeignet als Wachhund eingesetzt zu werden. Grundsätzlich kann aber jeder Hund als Wachhund ausgebildet und eingesetzt werden.
Hunde haben von Natur aus schon eine abschreckende Wirkung gegen Einbrecher. Da sie ein instinktives Territorialverhalten besitzen, wird auch ein nicht ausgebildeter Hund in gewisser Weise sein Revier bewachen, je nach rassetypischer Veranlagung mehr oder weniger.

 

Statistisch gesehen finden weniger Einbrüche in Haushalten mit Hund statt, sie sind also ein guter Einbruchschutz. Durch das Anbringen von Schildern wie "Warnung vor dem Hund" können potentielle Einbrecher schon abgeschreckt werden. Weitere Informationen zum allgemeinen Einbruchschutz gibt es unter www.einbruch-sicherung.net

 

Ausbildung zum Wachhund

Ein guter Wachhund zeichnet sich dadurch aus, dass er zwar selbstständig agieren kann, gleichzeitig aber von seinem Besitzer vollkommen unter Kontrolle gehalten werden kann.
Deshalb sollte am Anfang der Ausbildung zum Wachhund zunächst das Antrainieren eines guten Grundgehorsams stehen. Grundkommandos wie Sitz, Platz, Aus und der Abruf sollten zuverlässig funktionieren.

Auch eine gute Sozialisierung sollte nicht zu kurz kommen. Der Hund sollte mit so vielen wie möglichen Alltagssituationen vertraut sein. Hat ein Hund z.B. noch nie einen Menschen mit Hut gesehen, kann er dadurch in Angst versetzt werden. Gerade ein guter Wachhund sollte nicht ängstlich auf solche alltäglichen Begegnungen reagieren, deshalb ist es wichtig, dem Hund Erfahrungen mit unterschiedlichen Situationen beizubringen.

Die konkrete Ausbildung zum Wachhund sollte in Begleitung eines Fachmanns durchgeführt werden, damit der Hund am Ende auch tatsächlich das gewünschte Verhalten zeigt und vor allem trotzdem noch kontrollierbar ist. Der Hund muss seine Grenzen genau kennen: ohne Herrchen darf er alleine handeln, wenn das Herrchen anwesend ist, müssen dessen Kommandos befolgt werden.
Unerfahrene Hundehalter können hierbei u.U. Probleme bekommen, wenn dem Hund dieser Unterschied nicht ausreichend beigebracht wurde. Der Hund muss seine Stellung genau kennen, das ist nicht unbedingt einfach zu vermitteln, oft spielen hier Feinheiten eine entscheidende Rolle.
Wichtig ist bei einem Wachhund zudem, dass er keinerlei Nahrung von fremden Personen annimmt.
Einbrecher versetzen gerne Leckerchen mit Schlafmitteln oder gar mit tödlichem Gift, welche dem Hund hingeworfen werden um ihn außer Gefecht zu setzen. Nimmt der Hund nichts von Fremden an, ist diese Gefahr gebannt.

Bei der Ausbildung zum Wachhund sollte ausnahmslos positive Bestärkung als Erziehungsmittel eingesetzt werden. Hund und Besitzer müssen eine Einheit sein, dazu muss ein uneingeschränktes Vertrauensverhältnis zwischen beiden herrschen. Erziehungsmethoden, die Gewalt beinhalten, sollte grundsätzlich immer in der Hundeerziehung vollständig vermieden werden.

Der Wachhund als Betriebsausgabe

Firmen, die einen Wachhund zum Schutz ihres Grundstücks einsetzen, können die dafür entstehenden Kosten unter Umständen als Werbungskosten geltend machen. Es kommt allerdings stark darauf an, um welches Gewerbe es sich handelt und natürlich spielen individuelle Umstände dabei auch eine Rolle. Unsere Gerichte sind geteilter Ansicht, was die Absetzbarkeit für die Kosten eines Wachhundes angeht.