Inhalt: Zecken

 

Hunde

Jeder Hund ist der Gefahr ausgesetzt sich Zecken einzufangen. Beim täglichen Spaziergang, wenn der Hund durch Wiese und Gebüsch streift, lauern überall Zecken die auf einen neuen Wirt warten. Es ist von Hund zu Hund unterschiedlich, wie viele Zecken "anbeißen". Ähnlich wie beim Menschen mit Stechmücken, werden die einen von den Blutsaugern bevorzugt und andere eher verschont.

Zecken sind vor allem im Frühling und Frühsommer aktiv, jedoch kann es auch von Februar bis Oktober zu Zeckenbissen kommen. Während der heißen und trockenen Sommermonate sind Zecken weniger aktiv. Zecken bevorzugen eine hohe Feuchtigkeit und Temperaturen um 20° C. Deshalb tauchen sie auch manchmal plötzlich in den Sommermonaten verstärkt auf, wenn Regen eingesetzt und die Temperaturen sich etwas abgekühlt haben.

 

Zecken leben in den Wäldern und auf den Wiesen. Vielerorts verbreitet ist die These, dass Zecken sich von Bäumen fallen lassen oder gar auf ihren Wirt aufspringen. Dies entspricht nicht der Wahrheit. Zecken halten sich in maximal 1,50m Höhe auf Büschen, Gräsern oder in Gestrüpp auf. Dort warten sie auf einen möglichen Wirt, von dem sie sich im Vorbeigehen abstreifen lassen.

Auf dem Wirt angelangt, sucht die Zecke sich eine geeignete Stelle um ihren Stich zu setzen. Diese Suche kann Stunden dauern. Zecken bevorzugen gut durchblutete Stellen mit möglichst dünner Haut. Bei Hunden treten findet man sie häufig am Hals, den Achseln, dem Bauch und den Ohren. Selten dagegen auf dem Rücken. Hat die Zecken eine geeignete Stell gefunden, sticht sie dazu. Dabei absorbiert sie einen Stoff, der die Einstichstelle betäubt und dafür sorgt, dass das Blut nicht gerinnt und die Einstichstelle sich nicht entzündet.
Bis eine Zecke vollgesogen ist, hat sie ein Vielfaches ihres Körpergewichts und ihrer Körpergröße zugelegt. Dann lässt sie sich abfallen . Dies kann mehrere Tage dauern, bei manchen Zeckenarten sogar Wochen.
Während die Zecke an ihrem Wirt Blut saugt, filtert sie die brauchbaren Stoffe heraus und gibt die unbrauchbaren Stoffe zurück an den Körper des Wirts. Dabei können Krankheiten übertragen werden.

Sie übertragen Krankheiten wie Borreliose, FSME, Canine Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose. Da diese Krankheiten teilweise sehr schwerwiegend sind, sollte der Hund einen zuverlässigen Zeckenschutz bekommen, der Zecken von vornherein abwehrt. Auf dem Markt sind hierzu zahlreiche Präparate erhältlich: Halsbändern, chemische Spot-ons sowie zahlreiche natürliche Mittel.
Nicht jedes Mittel wirkt bei jedem Hund gleich gut. Somit muss jeder Hundehalter testen, auf welches Präparat der eigene Hund am besten anspricht.

Eine Zecke sollte sofort entfernt werden wenn sie entdeckt werden.
Für die Entfernung gibt es verschiedene Möglichkeiten, hier muss jeder Hundehalter herausfinden was ihm besser liegt.
Wichtig ist, dass die Zecke bei der Entfernung so wenig wie möglich „gestresst“ oder gequetscht wird. Die Entfernung sollte zudem schnell erledigt sein. Je mehr eine Zecke gedrückt, gequetscht oder allgemein „gestresst“ wird, umso mehr mögliche Krankheitserreger können in den Körper des Wirts gelangen und umso höher ist dann natürlich das Risiko an einer der „Zeckenkrankheiten“ zu erkranken.

Das manuelle Entfernen der Zecke stellt die sicherste Methode dar. Immer wieder hört man von anderen Methoden, von denen aber dringend abgeraten wird. So wird empfohlen die Zecke mit Klebstoff oder Öl zu ersticken. Solch eine Vorgehensweise ist nicht nur völlig nutzlos, sondern auch gefährlich. Die Zecke wird durch solche Maßnahmen nur gestresst, und gibt vermehrt Krankheitserreger in den Körper des Wirts ab.
Die einzige sichere Methode ist die restlose manuelle Entfernung der Zecke.

 

Zeckenzange

Die Zeckenzange

Eine Zeckenzange ist eine Art Pinzette, meist aus Plastik.
Die Greifer der Zange lassen sich durch Druck auf einen Knopf öffnen. Das Fell des Hundes wird etwas auseinandergehalten um ungehindert an die Zecke zu gelangen.
Die Greifer werden per Knopfdruck geöffnet und an der Zecke nahe der Haut des Hundes angesetzt.
In der richtigen Position wird der Knopf dann losgelassen damit die Greifer sich schließen. Nun wird die Zecke von der Zeckenzange festgehalten und kann entfernt werden.

Zeckenhaken

 

Der Zeckenhaken

Der Zeckenhaken sieht aus wie ein kleines Brecheisen oder eine kleine Brechstange und ist aus Kunststoff.
Beim Kauf erhält man meist 2 verschiedene Größen dieser Haken in einer Packung. Je nach Größe der Zecke muss der passende ausgewählt werden, da sie sonst nicht richtig fixiert werden kann.
Dieser Haken wird unter die Zecke geschoben, so dass sie fest in dem Spalt sitzt. Nun kann die Zecke durch Ziehen entfernt werden.

Der Vorteil der Entfernung mit dem Zeckenhaken besteht darin, dass die Zecke bei der Entfernung nicht gequetscht wird. So dringen beim Entfernen einer Zecke mit dem Zeckenhaken weniger Krankheitserreger in den Körper des Wirts ein, das Krankheitsrisiko wird als minimiert.
Zudem sitzt die Zecke, wenn sie einmal richtig im Haken fixiert ist, deutlich fester als bei einer Zeckenzange. Die Entfernung ist damit also sicherer, ein durchrutschen der Zecke, wie es bei der Zeckenzange häufig vorkommt, ist eher selten.

 

Für weitere Informationen zum Zeckenhaken und der Zeckenzange klicken Sie bitte auf die Bilder, dort können die Hilfsmittel auch direkt gekauft werden.

 

Drehen oder nicht?

Es kursieren viele Mythen, wie genau man eine Zecke entfernen muss, damit sie auch vollständig und sicher entfernt wird.
Immer wieder heißt es, man muß nach der Fixierung der Zecke in eine bestimmte Richtung drehen, nach links oder rechts.
Andere vertreten die Ansicht, man dürfe auf keinen Fall bei der Zeckenentfernung drehen.

Da Zecken kein Gewinde haben, ist es jedoch völlig egal ob bei der Entfernung nach links oder rechts gedreht, oder nur gezogen wird.
Das Drehen empfiehlt sich nur deshalb, weil eine Zecke so meistens leichter zu entfernen ist, sich mit weniger Zug löst.

 

Nach der Entfernung

Ist die Zecke entfernt, werden die meisten Hundehalter diesen Parasit nicht einfach wieder in die Natur entlassen wollen. Zecken sind äußerst zäh. Verschiedene Tests haben bewiesen, dass ihnen Wasser z.B. nichts anhaben kann, Zecken ertrinken nicht. Auch ein einfaches Zerdrücken töte eine Zecke oftmals nicht.
Wirkungsvoll ist Feuer, Chlorreiniger oder das Zerdrücken mit einem harten Gegenstand. Der Mensch sollte aber immer – egal welche Methode gewählt wird – darauf achten nicht mit den Flüssigkeiten der Zecke in Berührung zu kommen, da so Krankheitserreger übertragen werden können.
Alle benutzten Utensilien sollten danach sorgfältig gereinigt werden.

Weitere Maßnahmen nach der Entfernung der Zecke kann eine Desinfektion der Einstichstelle sein. Ob dies notwendig ist, wird unterschiedlich beantwortet.
In jedem Fall sollte die Stelle beobachtet werden, damit bei Reaktionen sofort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Es ist normal, dass sich an der Einstichstelle ein Knubbel bildet. Dieser wird nach einiger Zeit verschwinden. Sollte sich die Einstichstelle massiv entzünden oder andere schwerwiegende Reaktionen auftreten, sollte der Tierarzt dazu befragt werden.