Inhalt: Zeitaufwand

 

Golden Retriever

Der tägliche Zeitaufwand bei der Hundehaltung darf nicht unterschätzt werden.

Ein Hund sollte täglich mindestens ca. 2 Stunden aktiv draußen verbringen. Die Betonung liegt hier auf "aktiv".
Liegt der Hund im Garten, ist er zwar auch draußen, aber dies ist nicht mit Auslauf und Auslastung gleichzusetzen.
Je nach Rasse und Charakter kann sich diese Zeit erhöhen.

Die Spaziergänge sollten mindestens 3 Mal täglich stattfinden und mindestens 30 Minuten betragen. Vor dem zu Bett gehen, empfiehlt es sich den Hund nochmals kurz auszuführen, hier reichen meist wenige Minuten, damit er entspannt schlafen kann und es am Morgen nicht sofort extrem eilig ist.

Die Spaziergänge sollten tagsüber in einem Abstand von ca. 4-6 Stunde erfolgen. Dies variiert von Hund zu Hund. Hündinnen reichen in der Regel größere Abstände als Rüden.

Auf einen Welpen können diese Richtwerte natürlich nicht angewandt werden.
Ein Welpe und auch ein Junghund müssen sich öfter lösen als ein erwachsener Hund, der richtig stubenrein ist.
Die Abstände werden sich im Laufe des ersten Lebensjahres immer wieder verlängern, bis sich eine verlässliche Regelmäßigkeit eingestellt hat. Am Anfang gilt: häufiger und kürzer.
Wie schnell sich die Abstände verlängern, ist individuell, von Hund zu Hund, unterschiedlich.

Auch beim alten Hund können sich die Abstände zwischen den Spaziergängen verkürzen. Auch hier gilt wieder: häufiger und kürzere Spaziergänge.

Die Erziehung und die Auslastung eines Hundes, können wunderbar in die täglichen Gassizeiten integriert werden.
Gassigehen sollte nicht nur bedeuten, den Hund einfach frei über die Wiese laufen zu lassen, sondern sollte auch sinnvoll genutzt werden.
Welche Situation ist besser geeignet als völlig alltägliche Begegnungen mit Radfahrern, Fußgängern, Joggern und anderen Tieren und Artgenossen um den Gehorsam zu trainieren?

Hund

Alle Situationen während den Spaziergängen kann als Trainingsmöglichkeit genutzt werden.

Ebenso kann während den Spaziergängen für die nötige Auslastung gesorgt werden. Apportierspiele, Schnüffelspiele… die Natur bietet zahlreiche Möglichkeiten.
Selbstverständlich sollte ein Hund draußen auch einfach nur schnüffeln dürfen und die Gegend erkunden ohne dass der Halter ihm gezielt Beschäftigung bietet. Dies sollte aber nicht immer so sein.
Die Mischung macht es, so wird der Zeitaufwand optimiert und der Halter muss nicht außerhalb der Gassizeiten noch viel Zeit für die Auslastung aufwenden.

Kontakt zu anderen Hunden ist enorm wichtig für einen Hund. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass der Hund regelmäßig auf andere Artgenossen trifft. Dies sorgt nicht nur für körperliche Auslastung sondern ist auch für das Sozialverhalten und das Erlernen der hündischen Kommunikation wichtig, vor allem im Welpenalter.
Deshalb raten viele Experten zum Besuch einer Welpengruppe.

Zumindest im ersten Lebensjahr bzw. bis der Grundgehorsam sitzt, sollte eine Hundeschule oder ein Hundeverein besucht werden.
Oft gibt es hier Gruppenstunden, die 1-2 Mal wöchentlich für jeweils 1-2 Stunden stattfinden.
Diese Trainingsstunden finden meist am Wochenenden und/oder unter der Woche statt. So haben berufstätige Hundehalter auch die Möglichkeit mit ihrem Hund die Trainings zu besuchen.

Diese Zeit ist gut investiert, die Trainer können frühzeitig Probleme erkennen und es kann daran gearbeitet werden bevor sich das Verhalten gefestigt hat und dann mit sehr intensivem Training wieder abgestellt werden muss.
Der Zeitaufwand, am Training einer Hundeschule oder eines Vereins teilzunehmen, kann also verhindern, dass unnötige Zeit in das abtrainieren von unerwünschten Verhaltensweisen gesteckt werden muss.
Nicht zuletzt sollte erwähnt sein, dass nicht nur der Hund in den Trainings lernt, sondern auch und manchmal vor allem, der Hundehalter.